Montag, 25. Mai 2015

orangefarbener Mix: Pansen

Heute im Napf: Pansen, Innereien, Lammfett, Blut, Öl

Lecker Pansen von der Kuh! Pansen riecht übrigens, wenn er frisch ist, nach "Stall" und nicht unbedingt wirklich "abartig schrecklich". Riecht er wirklich übel, dann lag er schon etwas.



Pansen, grüner: Der Pansen ist der größte der drei Vormägen der Kuh. Der ungewaschene grüne Pansen enthält noch Bestandteile des zum Teils bereits aufgeschlossenen Inhalts. Dieser liefert Rohfaser für die Verdauung, Vitamine und Enzyme. Das Calcium-Phosphor-Verhältnis ist sehr gut, was ihn so wertvoll für die Ernährung des Hundes macht. Für einen gesunden adulten Hund sollte der Pansenanteil 20% des tierischen Anteils ausmachen.

Obwohl ich das meiste Fleisch, wenn möglich, lieber in Stücken füttere, habe ich mich beim Pansen bewusst für den gewolften entschieden. Der Herr schüttelte die Stücken Pansen nämlich fleißig aus und da ich nur bei gut Wetter auf der angrenzenden Wiese draussen füttern kann, habe ich mich für den gewolften entschieden, der gemütlich direkt aus dem Napf gefressen wird!

Öl: Konventionell und auch auf Monokulturweiden aufgezogenes Vieh hat ein schlechtes und damit (übrigens auch für den Menschen) ungesundes Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren. Dieses gleicht man mit Ölen aus, die einen hohen Anteil Omega-3-Fettsäuren enthalten. Dazu geeignet sind vor allem Lachs- und Krillöl, die DHA und EPA enthalten, welches direkt verwertet werden kann, aber auch Perilla-, Lein- und Hanföl. Letztere drei müssen allerdings erst im Organismus umgewandelt werden, was Hund und Katze nicht so gut können, wie beispielsweise der Mensch. Heute gab es das BARFERS OMEGA 3-6-9 Öl von DHN. Dieses besteht aus Omega 3 Fischöl und Borretschöl, und enthält darüber hinaus natürliches Vit. E, welches wichtig ist, damit die Fettsäuren im Körper optimal verwertet werden können. Bei Fischölen sollten man auf die Schadstoffanalyse sehen, da es für Futtermittel keine Grenzwerte gibt!



UDL: Belcando Mix It

Heute startet einen neue Kategorie: "Unter der Lupe" (UDL).

Thema heute: Belcando Mix It

Der Name taucht im Moment gelegentlich in Diskussionen zum Rohfüttern auf. Was ist Belcando Mix It? Angepriesen wird es als "die ideale Ergänzung zum Barfen - ab 6 Monate - einfach anzuwenden"

"Sie füttern Frisch- oder Frostfleisch? (Gefrorenes Fleisch ist kein Frischfleisch?) Sie B.A.R.F.-en? Dann ist unser neuartiges  BELCANDO® MIX IT die ideale All-in-One-Ergänzung. Mix It liefert in einer fleischfreien Krokette alle Nähr- und Ballaststoffe, die bei einer reinen Fleischfütterung (BARFen ist keine reine Fleischfütterung.) fehlen und ist darüber hinaus einfach anzuwenden: Einfach ein Teil Mix It mit zwei Teilen Fleisch mischen. Mix It ist getreidefrei (grain free).

Da bei einer reinen Fleischfütterung nur ein kleiner Teil der Nährstoffe abgedeckt wird (Ich wiederhole: BARFen ist keine reine Fleischfütterung!), fehlt es oft an einer bedarfgerechten Ergänzung mit Mineralstoffen, Vitaminen, Spurenelementen und essentielen Fettsäuren. Die richtige Auswahl von Ballaststoffen, die für eine geregelte Verdauung erforderlich sind, sowie von Rohstoffen mit wichtigen sekundären Pflanzenwirkstoffen (Polyphenole, Carotinoide, Bioflavionide, Gerb- und Bitterstoffe) ist für viele Hundehalter außerdem schwierig. (Weil sie weder Obst, Gemüse noch Kräuter kennen?)

BELCANDO® MIX IT vereint diese Nähr- und Ballaststoffe optimal und ausgewogen in einem Produkt als leckere getreidefreie (grainfree) und fleischfreie Krokette. Zusammen mit frischem, gefrorenem Fleisch oder unserem neuen Dosenfleisch SINGLE PROTEIN kann der Hundehalter das passende Menü nun nach Belieben zusammenstellen und muss sich nicht um die einzelnen Inhaltsstoffe kümmern. (Aha.) Ein großer Vorteil auch für Hunde, die nur bestimmte Proteinquellen vertragen."

Und was ist nun drin?

"Zusammensetzung:
Amaranth (20 %); Kartoffelstärke (billig); Erbsenmehl; Meeres-Zooplankton, gemahlen (Krill, 10 %); Dicalciumphosphat (Also keine Knochen mehr füttern?); Bierhefe, getrocknet; Rübentrockenschnitzel, entzuckert (billiger Ballaststoff); Johannisbrotschrot, getrocknet (viele einfache Kohlenhydrate); Geflügelfett (Woher? Woraus?); Pflanzenöl (Palm; Kokos) (sicherlich nicht kaltgepresst :P ); Traubenkernexpeller (= Fructose= Zucker); Chiasaat (2,5 %); Lachs, hydrolysiert (Na lecker. Woher?); Calciumcarbonat (Noch mehr Calcium?); Natriumchlorid; Kaliumchlorid; Kräuter, getrocknet (gesamt: 0,3 %; Brennnesselblätter, Enzianwurzel, Tausendgüldenkraut, Kamille, Fenchel, Kümmel, Mistelkraut, Schafgarbenkraut, Brombeerblätter); Yucca schidigera

Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe: (Super, Künstliches! Das darf natürlich bei einem so stark verarbeiteten Futtermittel nicht fehlen, sonst käme man ja nie auf die Bedarfswerte...) Vitamin A 30.000 I.E.; Vitamin D3 3.000 I.E.; Vitamin E 300 mg; Kupfer (als Kupfer-(II)-Sulfat, Pentahydrat) 25 mg; Eisen (als Eisen-II-Sulfat) 400 mg; Mangan (als Mangan-II-Oxid) 80 mg; Zink (als Zinkoxid) 300 mg; Jod (als Kalium-Jodid) 4 mg; Selen (als Natrium-Selenit) 0,30 mg Technologische Zusatzstoffe: Lecithin 2.800 mg; stark tocopherolhaltige Extrakte natürlichen Ursprungs (= natürliches Vitamin E) 100 mg" 


Füttern wir nicht frisch, weil wir wissen wollen, was genau im Futter ist und weil wir es möglichst natürlich geben wollen? Damit wir wissen, wo es her kommt? Macht das mit diesem Fertigfutter -und das ist es!- irgendeinen Sinn? Nein? Nein!

Es erinnerte mich im ersten Moment an "Kuchenfertigmischungen". Die ersten damals waren komplett fertig. Eine Tüte auf, Wasser dazu, rühren, backen, fertig. Das kaufte nur niemand! Die Hausfrauen damals fühlten sich ihrer Aufgaben entledigt. Was tat die Industrie? Sie brachte ein neues Produkt raus. Dieses war identisch mit dem ersten, der einzige Unterschied: Man musste ein frisches Ei hinzu tun. Es wurde wie verrückt gekauft! Und wenn man sich in den derzeitigen Regalen umguckt: Das wird es auch immer noch! Diese Marketingmasche zieht oft! Achten Sie mal darauf. ;)

Hier das gleiche: Alleinfutter, Trockenfutter wird unbeliebter, der Absatz sinkt. Was macht Belcando? Bringt ein neues Fertigprodukt heraus - ohne tierische Proteinquelle! Die darf der Konsument nun selber hinzu tun, ob nun in Form von "frischem, gefrorenem Fleisch oder unserem neuen Dosenfleisch SINGLE PROTEIN".

TOLL, ODER?


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Sie haben ein Produkt gefunden und würden gerne wissen, was ich davon halte? Schreiben Sie mir und ich sehe es mir genauer an! Betreff: "Unter der Lupe" an eatrawfeedraw@icloud.com


Samstag, 23. Mai 2015

roter Mix: Pferd

Der derzeitige Lieblingsmix! ; )

Heute im Napf: Pferdefleisch, Lammfett, Blut, Innereien, Möhre, Pastinake, rote Paprika, Blaubeeren


rote Paprika: Obwohl sie ein Nachtschattengewächs ist, enthält rote reife Paprika kein bis kaum Solanin, daher geht von der Verfütterung (ohne Strunk) in Maßen keine Gefahr aus. Sie enthält unter anderem Antioxidantien und ist sehr gesund.

Blaubeeren/ Heidelbeeren: Ein Superfood! Sie gehört zu den höchsten antioxidativen Früchten.
Lammfett: Rohes tierisches Fett ist für Hunde der beste Energielieferant. Im Gegensatz zur Energiegewinnung aus Proteinen fallen bei der Verdauung von rohen tierischen Fetten keine Abbauprodukte an, die auf Dauer Nieren und Leber überfordern können (Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 50). Die meiste Energie sollte also aus rohen tierischen Fetten gezogen werden können. Der Fettgehalt des verfütterten Muskelfleisches sollte hierfür 15 bis 25% betragen, es sollte also gut durchwachsen sein. Das Pferdefleisch, das ich bekomme, hat für dieses typisch recht wenig Fett, deswegen gibt es eine gute Portion Lammfett dazu! 

Blut: Hunde haben einen vergleichsweise hohen Bedarf an Natrium. Dieses wird auf natürlichem Wege über das Blut der Beutetiere aufgenommen. Durch die Schlachtung und das damit verbundene Ausbluten steckt in dem Fleisch, was wir kaufen können, meist nur noch wenig davon. Optimal ist es demnach, Blut zu füttern, welches neben Natrium und lebenswichtigem Kupfer (welches ansonsten vor allem in roher Leber vorhanden ist) auch allerlei andere Nährstoffe enthält und damit ein regelrechter Powerdrink ist. Wer rechnen will, gibt etwa 50ml Blut auf 1kg Fleisch. Wer das nicht will, gibt einfach ab und zu einen Schubser dazu. Man kann es auch in Eiswürfeln frieren und gelegentlich dazu geben oder einfach zum Gemüse geben, wenn man dieses püriert, dann braucht es keine sonstige Flüssigkeit und das Pürieren geht sehr schnell und einfach und nebenbei wird es auch oft noch lieber gefressen. Bekommt man kein Blut oder möchte keines füttern, kann man sich mit zwei bis drei an die Hundemasse angepasste Prisen Salz die Woche über's Futter aushelfen. Geeignet dafür ist jedes naturbelassene Meersalz, Ur- und Steinsalz, wie z.B. Himalayasalz.