Hallo liebe Leser!
Nach längerer Stille mal wieder ein Beitrag meinerseits. ;) Viel zu tun, viel zu tun derzeit ...
Vor einiger Zeit bekamen wir ein kleines Paket mit Leckereien für den Hund und darunter war ... eine Tüte getrockneter Süßkartoffelscheiben! Nachdem Hund und ich uns diese durchaus leckere Sache haben schmecken lassen und ich sah, was sie im Laden kostet ... , kam mir die Idee, dass man das doch wunderbar selber machen können müsste!
Gesagt, getan, Süßkartoffel gekauft, schnell geschält, grob zerlegt, mit meiner geliebten KitchenAid (+ Gemüseaufsatz) flott in gleich dicke Scheiben geschnitten und ab damit in den Dörrautomaten bei 40 °C. Nach 12 Stunden (Die Dauer ist immer auch vom Wetter abhängig. Derzeit ist es nass und kalt, nicht unbedingt geeignetes Wetter zum Dörren ...) waren sie fertig und sie schmecken wunderbar – Hund und mir! :)
Die Süßkartoffel heißt übrigens nur Kartoffel, ist mit dieser aber nur entfernt verwandt. Die Süßkartoffel ist kein Nachtschattengewächs wie die Kartoffel und enthält somit auch kein Solanin! Sie kann problemlos roh verzehrt werden. Sehr beliebt ist sie bei uns auch julienne (also in sehr feine Streifen geschnitten) im Salat!
Viel Spaß beim Nachmachen!
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Freitag, 16. Oktober 2015
Sonntag, 30. August 2015
Leckerlies
Immer mal wieder kommt die Frage: "Du fütterst frisch? Was gibt man da denn für Leckerlies!?" So kompliziert es in manchen Köpfen zu sein scheint, KEINE Tüte aus dem Supermarkt aufzumachen, so einfach ist es eigentlich...
Wir haben samstags Rally Obedience. Da ich auch nicht wirklich gerne Wurst oder dergleichen - weder für Mensch, noch für Hund - kaufe, auch wenn die wunderbar als Leckerlie funktionieren, habe ich für heute die Tagesportion benutzt, Muskelfleisch und Herz davon abgenommen, klein geschnitten und bei 40°C zwei Stunden angedörrt. TADDA! Grünzeug und Fett gab es zum Frühstück, das angedörrte Wild beim Training. Es klebt nicht, riecht gut, ist nicht zu trocken, sodass er es beim Üben schnell kauen und schlucken kann und kommt super an!
Dörren lässt sich im Übrigen ALLES, was fettarm ist. Fettiges wird schnell ranzig und schmiert sehr. Theoretisch könnte man es auch bis zur absoluten Trockenheit dörren, aber ich bevorzuge weiche Leckerchen beim Training. Dörrgeräte gibt es schon ab 40€, wenn man nicht unbedingt ein Hochleistungsgerät braucht. Dabei handelt es sich lediglich um einen Heizer und eine Lüftung. Sie verbrauchen deutlich weniger Strom als ein regulärer Backofen, die leider meist nur ab 50°C einzustellen sind. Möchte man in letztgenanntem dörren, sollte man die Ofentür mit z.B. einem Holzlöffel leicht geöffnet halten während des Vorganges. Fakt ist, dass Eiweiße ab 42°C denaturieren. Dörrt man demnach bei höheren Temperaturen ist es nicht mehr roh.
Da ich selber allerdings auch nicht immer so streng bin, gibt es gelegentlich Gegartes als Leckerlie. Am Einfachsten ist es natürlich, mageres Muskelfleisch klein zu schneiden und kurz zu überbrühen. Der Renner bei uns sind aber meine "Pancakes". Diese entwickeln ein besonders hundenasenfreundliches Duftaroma. Dazu nehme ich Gewolftes oder faschiere selber etwas Fleisch - es darf natürlich kein Knochen dabei sein - manchmal auch einfach mitsamt OG, gebe etwas Buchweizenmehl, Haferflocken/ -mehl oder ähnliches, wie z.B. Kartoffeln oder Pseudogetreide, dazu und backe daraus besagte "Pfannkuchen". Am besten geht das übrigens in Kokosöl. Dieses schmiert nicht so sehr an den Händen, wie tierisches Fett oder gar Sonnenblumen- oder Olivenöl... Für Nasenunempfindliche geht das auch mit Pansen und bringt selbst den pubertierendsten Junghund ins aufmerksame "Fuß!". ;)
faschiertes Wild, Haferflocken und ein
übrig gebliebenes Bio-Hühnereiweiß
ab in die Pfanne
von beiden Seiten in Kokosöl braten
und in praktische Stücke schneiden
gewolfter Pansen, Buchweizenmehl
und das Ganze in Stücke geteilt
Käse, Kokosflocken, übrig gebliebenes Bio-Hühnereiweiß, Hafermehl
aufs Blech gebracht mit einer Spritztüte
Diese Leckerlies halten natürlich nicht sehr lange und sind auch nicht dazu gedacht. Länger haltbare Leckerlies müssen komplett trocken sein. Da wir jede Zutat frisch und einzeln kaufen, ist auch da der Phantasie keine Grenze gesetzt. Bei mir landet oft im Leckerlie, was sowieso über ist. Letztes Mal waren es einige TK-Himbeeren, ein ziemlich überreifer stinkender Weichkäse (hat weniger Fett als härtere) und damit das ganze auch eine Masse wurde, abermals Haferflocken, es geht aber natürlich auch hier wieder jedes sonstige Mehl, Kartoffel oder Pseudogetreide.
TK-Himbeeren, nicht mehr für den Menschen
schöner, kühlschrankverpestender,
stinkiger Weichkäse, Haferflocken
Versuch macht klug. Die Masse sollte formbar und nicht zu flüssig sein. 10 bis 20 Minuten bei 150-170°C Umluft reichen für die meisten Leckerlies aus dem Ofen bereits aus.
Viel Spaß!
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