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Mittwoch, 21. Oktober 2015

Veggieday!

Es kam bereits die Vorankündigung für neues frisches Wild die Tage, also habe ich heute einen Veggieday eingeschoben. Am Portioniertag selber gibt es dann meist einen etwas größeren Napf voll rein Tierisches. ;) 



Heute im Napf: eine gute Portion Feldsalat, eine kleine Rote Beete, eine Karotte, eine kleine Scheibe Kohlrabi und eine rote Paprika (ohne Strunk und "Innenleben"), dazu einen Schuss Bärlauchöl.

Rote Beete enthält Oxalsäure, welche Calcium bindet, sie sollte deswegen nicht zu oft und in nicht zu großer Menge gefüttert werden. Rote Paprika enthält kein bis kaum Solanin und darf deshalb gerne gefüttert werden. Kohlrabi kann blähen. Kohl allgemein sollte langsam angefüttert werden. Jeder Hund reagiert etwas anders darauf. Mehr zum Thema Bärlauch und das Rezept für die Herstellung des Öls findet ihr hier.

Kaum kredenzt, war es auch schon im Hund! ;) 

Weiteres zum Thema Pflanzliches: Eine Auflistung, Salat vs. Blattgemüse


Samstag, 15. August 2015

Heute im Napf

Wir haben die Tage einen weiteren Hund, weil das Frauchen im Urlaub ist. Dieser wird zu seinem Glück auch frisch ernährt. ; ) Frauchen gab uns fertig abgepackte Dosen für die TK mit.

Bei den beiden gibt es heute...


ein Stück Kaninchen inkl. Fell, Blut und irgendein inneres Organ... 
und für den Zweitwuff gewolften Pansen mit OG.

Dazu je einen Minischubser BARFERS Omega 3-6-9-Öl. : )

Guten Hunger!



Montag, 25. Mai 2015

orangefarbener Mix: Pansen

Heute im Napf: Pansen, Innereien, Lammfett, Blut, Öl

Lecker Pansen von der Kuh! Pansen riecht übrigens, wenn er frisch ist, nach "Stall" und nicht unbedingt wirklich "abartig schrecklich". Riecht er wirklich übel, dann lag er schon etwas.



Pansen, grüner: Der Pansen ist der größte der drei Vormägen der Kuh. Der ungewaschene grüne Pansen enthält noch Bestandteile des zum Teils bereits aufgeschlossenen Inhalts. Dieser liefert Rohfaser für die Verdauung, Vitamine und Enzyme. Das Calcium-Phosphor-Verhältnis ist sehr gut, was ihn so wertvoll für die Ernährung des Hundes macht. Für einen gesunden adulten Hund sollte der Pansenanteil 20% des tierischen Anteils ausmachen.

Obwohl ich das meiste Fleisch, wenn möglich, lieber in Stücken füttere, habe ich mich beim Pansen bewusst für den gewolften entschieden. Der Herr schüttelte die Stücken Pansen nämlich fleißig aus und da ich nur bei gut Wetter auf der angrenzenden Wiese draussen füttern kann, habe ich mich für den gewolften entschieden, der gemütlich direkt aus dem Napf gefressen wird!

Öl: Konventionell und auch auf Monokulturweiden aufgezogenes Vieh hat ein schlechtes und damit (übrigens auch für den Menschen) ungesundes Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren. Dieses gleicht man mit Ölen aus, die einen hohen Anteil Omega-3-Fettsäuren enthalten. Dazu geeignet sind vor allem Lachs- und Krillöl, die DHA und EPA enthalten, welches direkt verwertet werden kann, aber auch Perilla-, Lein- und Hanföl. Letztere drei müssen allerdings erst im Organismus umgewandelt werden, was Hund und Katze nicht so gut können, wie beispielsweise der Mensch. Heute gab es das BARFERS OMEGA 3-6-9 Öl von DHN. Dieses besteht aus Omega 3 Fischöl und Borretschöl, und enthält darüber hinaus natürliches Vit. E, welches wichtig ist, damit die Fettsäuren im Körper optimal verwertet werden können. Bei Fischölen sollten man auf die Schadstoffanalyse sehen, da es für Futtermittel keine Grenzwerte gibt!



Samstag, 23. Mai 2015

roter Mix: Pferd

Der derzeitige Lieblingsmix! ; )

Heute im Napf: Pferdefleisch, Lammfett, Blut, Innereien, Möhre, Pastinake, rote Paprika, Blaubeeren


rote Paprika: Obwohl sie ein Nachtschattengewächs ist, enthält rote reife Paprika kein bis kaum Solanin, daher geht von der Verfütterung (ohne Strunk) in Maßen keine Gefahr aus. Sie enthält unter anderem Antioxidantien und ist sehr gesund.

Blaubeeren/ Heidelbeeren: Ein Superfood! Sie gehört zu den höchsten antioxidativen Früchten.
Lammfett: Rohes tierisches Fett ist für Hunde der beste Energielieferant. Im Gegensatz zur Energiegewinnung aus Proteinen fallen bei der Verdauung von rohen tierischen Fetten keine Abbauprodukte an, die auf Dauer Nieren und Leber überfordern können (Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 50). Die meiste Energie sollte also aus rohen tierischen Fetten gezogen werden können. Der Fettgehalt des verfütterten Muskelfleisches sollte hierfür 15 bis 25% betragen, es sollte also gut durchwachsen sein. Das Pferdefleisch, das ich bekomme, hat für dieses typisch recht wenig Fett, deswegen gibt es eine gute Portion Lammfett dazu! 

Blut: Hunde haben einen vergleichsweise hohen Bedarf an Natrium. Dieses wird auf natürlichem Wege über das Blut der Beutetiere aufgenommen. Durch die Schlachtung und das damit verbundene Ausbluten steckt in dem Fleisch, was wir kaufen können, meist nur noch wenig davon. Optimal ist es demnach, Blut zu füttern, welches neben Natrium und lebenswichtigem Kupfer (welches ansonsten vor allem in roher Leber vorhanden ist) auch allerlei andere Nährstoffe enthält und damit ein regelrechter Powerdrink ist. Wer rechnen will, gibt etwa 50ml Blut auf 1kg Fleisch. Wer das nicht will, gibt einfach ab und zu einen Schubser dazu. Man kann es auch in Eiswürfeln frieren und gelegentlich dazu geben oder einfach zum Gemüse geben, wenn man dieses püriert, dann braucht es keine sonstige Flüssigkeit und das Pürieren geht sehr schnell und einfach und nebenbei wird es auch oft noch lieber gefressen. Bekommt man kein Blut oder möchte keines füttern, kann man sich mit zwei bis drei an die Hundemasse angepasste Prisen Salz die Woche über's Futter aushelfen. Geeignet dafür ist jedes naturbelassene Meersalz, Ur- und Steinsalz, wie z.B. Himalayasalz.

Donnerstag, 21. Mai 2015

gelber Mix: Wild

Huch, da habe ich heute aber eine besonders blutige Dose erwischt... Egal, dafür wird sie nur um so mehr geliebt. ; )

Heute im Napf:
Wildfleisch, Lammfett, Blut, Innereien, Rucola, Kohlrabiblätter, Fenchel, Petersilie, Stangensellerie, Zucchini, Galiamelone





Rucola: Der im deutschen Rauke genannte Salat enthält Senföle, Beta-Carotin, Folsäure, Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B3, Vitamin B6 und wirkt immunstabilisierend, verdauungsfördernd und leicht antibakteriell. 

Kohlrabiblätter: Kohlrabi und auch seine Blätter können blähen und sollten deswegen langsam an- und nicht in Massen verfüttert werden.

Fenchel: Fenchel enthält ätherische Öle. Anethol löst Krämpfe in der Muskulatur. Fenchon wirkt antibakteriell. 

Petersilie: Das Kraut mit viel Chlorophyll und einer Menge Vitaminen kann auch gegen Mundgeruch helfen.

Stangensellerie: Vorsicht! Sellerie kann stark harntreibend sein. Mit der Menge also etwas aufpassen.

Zucchini: Dieses Kürbisgewächs enthält mit anderen Kürbissen vergleichsweise wenige Kalorien.

Galiamelone: Die Galia ist eine Zuckermelone und enthält ihrem Namen entsprechend viele einfache Kohlenhydrate und sollte dementsprechend wenig gegeben werden.
Lammfett: Rohes tierisches Fett ist für Hunde der beste Energielieferant. Im Gegensatz zur Energiegewinnung aus Proteinen fallen bei der Verdauung von rohen tierischen Fetten keine Abbauprodukte an, die auf Dauer Nieren und Leber überfordern können (Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 50). Die meiste Energie sollte also aus rohen tierischen Fetten gezogen werden können. Der Fettgehalt des verfütterten Muskelfleisches sollte hierfür 15 bis 25% betragen, es sollte also gut durchwachsen sein. Das Wildfleisch, das ich bekomme, hat etwa 16% Fett, was schon gut ist, für meinen jungen Zwerg aber nicht ausreicht, weshalb es Lammfett dazu gibt.

Blut: Hunde haben einen vergleichsweise hohen Bedarf an Natrium. Dieses wird auf natürlichem Wege über das Blut der Beutetiere aufgenommen. Durch die Schlachtung und das damit verbundene Ausbluten steckt in dem Fleisch, was wir kaufen können, meist nur noch wenig davon. Optimal ist es demnach, Blut zu füttern, welches neben Natrium und lebenswichtigem Kupfer (welches ansonsten vor allem in roher Leber vorhanden ist) auch allerlei andere Nährstoffe enthält und damit ein regelrechter Powerdrink ist. Wer rechnen will, gibt etwa 50ml Blut auf 1kg Fleisch. Wer das nicht will, gibt einfach ab und zu einen Schubser dazu. Man kann es auch in Eiswürfeln frieren und gelegentlich dazu geben oder einfach zum Gemüse geben, wenn man dieses püriert, dann braucht es keine sonstige Flüssigkeit und das Pürieren geht sehr schnell und einfach und nebenbei wird es auch oft noch lieber gefressen. Bekommt man kein Blut oder möchte keines füttern, kann man sich mit zwei bis drei an die Hundemasse angepasste Prisen Salz die Woche über's Futter aushelfen. Geeignet dafür ist jedes naturbelassene Meersalz, Ur- und Steinsalz, wie z.B. Himalayasalz.

Donnerstag, 7. Mai 2015

BARF: Pflanzliches


Veggieday! Heute im Napf:
roter Eichblattsalat, Frisée, Löwenzahn, Stangensellerie, Gurke, Zucchini, Pastinake, Sonnenblumenkerne, rote Beete Sprossen, Hanföl - Ehrlich gesagt waren das die Reste von unserer Mahlzeit, lediglich durchpüriert und mit einem Klecks selbstgemachten Bärlauchpestos... Mundete!


Immer wieder kommt die Frage auf, was verfüttert werden darf, speziell was an Obst und Gemüse bzw. Pflanzlichem. Eines gleich vorweg: Es gibt Weniges, das Hund nicht darf. Dazu gehört:

Avocado: Manche Sorten enthalten für Hund und Katze das wahrscheinlich giftige Persin. Da dieses für Menschen unschädlich ist, wird im Geschäft meist nicht weiter unter Sorten unterschieden, weshalb lieber generell darauf verzichtet werden sollte.

Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen,…): Enthalten Phasin und sollten zumindest gar gekocht werden. Für die Rohfütterung sind sie demnach nicht geeignet.

Aubergine, rohe Kartoffeln, 
Paprika, grüne & gelbe: Sie sind Nachtschattengewächse und enthalten giftiges Solanin. Sie dürfen höchstens gegart gegeben werden und sind demnach auch ungeeignet zur Rohfütterung.

Schokolade, Kakao: Das enthaltene Theobromin kann von Hund und Katze nicht abgebaut werden und ist für sie giftig!

Weintrauben, Rosinen: Die genaue Ursache für die beizeiten vorkommende Hypercalcämie und das daraufhin auftretende Nierenversagen ist leider immer noch nicht vollends erforscht. Wir verzichten auf die Verfütterung.

Macadamia: giftig!


Zwiebelgewächse: wenig


Oxalsäure: wenig

Sonstige Nüsse sind sehr phosphathaltig, aber auch wertvoll: wenig

Jod, Zink, Selen, Mangan und Kupfer -letztere zwei sind ansonsten vor allem in roher Leber enthalten- sind oft "Schwachstellen" beim BARFen, weshalb ich unter anderem Lebensmittel, die diese in höheren Konzentration besitzen, hervorgehoben habe.


Empfehlenswertes:


A
Alfalfa

Amaranth, Pseudogetreide: gepufft oder gegart, Mangan
Ananas, Obst
Apfel, Obst
Aprikose, Obst
Ascophyllum nodosum: wertvoller Jodlieferant, Bedarfswerte checken! nicht überdosieren!

B
Banane, Obst
Bärlauch, Gemüse: Zwiebelgewächs, sehr wenig
Bataviasalat, Gemüse
Birne, Obst
Blattsalat, Gemüse
Blumenkohl, Gemüse: kann blähen, evtl. dünsten
Braunhirse, Getreide: glutenfrei, Silizium, fein gemahlen
Broccoli, Gemüse: kann blähen, evtl. dünsten

Brombeeren, Obst: Mangan
Buchweizen, Pseudogetreide: gekeimt oder gegart

C
Cashewkerne: Kupfer, wenig
Chiasamen, Pseudogetreide: quellen lassen, kann abführend wirken, sehr wenig
Chiccorée, Gemüse
Chinakohl, Gemüse

D

E
Eichblattsalat, Gemüse
Eisbergsalat, Gemüse
Endivie, Gemüse
Erdbeere, Obst: auch das Grün
Erdnuss (umstritten): Zink
Mangan

F
Feldsalat, Gemüse
Feige, Obst: kann abführend wirken
Fenchel, Gemüse: auch das Grün

G
Gerste, Getreide: gekeimt, gegart
Gerstengras
Grünkohl, Gemüse: kann blähen, Oxalsäure, wenig

H

Hafer, Getreide: Flocken, gegart, KupferManganSiliziumZink
Hagebutte: Kuper, Mangan, durch viel Vitamin C ansäuernd
Haselnüsse: Kupfer, Mangan
Heidelbeere, Obst: 
Manganfür Katzen tödlich!
Himbeeren, Obst
Hirse, Getreide: gegart, gepoppt, Silizium

I
Ingwer: scharf, sehr wenig

J
Johannisbeeren, Obst: für Katzen tödlich!

K
Karotte, Gemüse: auch das Grün
Kartoffel, Gemüse: Nachtschattengewächs, enthält Solanin, nur gegart
Kelp (Ascophyllum nodosum): wertvoller Jodlieferant, Bedarfswerte checken! nicht überdosieren!
Kirsche, Obst

Kiwi, Obst: Fruchtsäure, wenig
Knoblauch: Zwiebelgewächs, sehr wenig
Knollensellerie, Gemüse: harntreibend
Kohlrabi, Gemüse: auch das Grün, 
kann blähen
Kokosnuss: antiparasitär, Selen
Kopfsalat, Gemüse
Kürbis (Speise-), Gemüse
Kürbiskerne: antiparasitär

L
Lollo bianco, Gemüse
Lollo rosso, Gemüse
Löwenzahn, Gemüse

M
Mais, Getreide: gegart, häufiger Allergieauslöser
Mandarine, Obst: Zitrusfrucht, Fruchtsäure, sehr wenig
Mandeln (süße): 
Manganwenig
Mango, Obst
Mangold, Gemüse: Oxalsäure, wenig
Marone: gegart
Melone, Obst

N

O
Orange, Obst: Zitrusfrucht, Fruchtsäure, sehr wenig

P
Paprika (nur reife rote), Gemüse
Pak Choi, Gemüse: kann blähen, wenig

Papaya, Obst
Paranuss: Selen, Zink, wenig
Pastinake, Gemüse
Pekannuss: wenig
Pfirsich, Obst
Pflaume, Obst: verdauungsfördernd, für Katzen tödlich!
Pistazie: wenig
Portulak, Gemüse
Preiselbeere, Obst: wenig, für Katzen tödlich!

Q
Quinoa, Pseudogetreide: gepoppt, gegart

R
Radicchio, Gemüse
Roggen, Getreide: gekeimt, gegart
Romana, Gemüse
Rote Beete, Gemüse: auch das Grün, Oxalsäure, wenig
Rucola, Gemüse

S
Salat, Gemüse
Sauerampfer, Gemüse: Oxalsäure, wenig
Sonnenblumenkerne:
Selen, wenig
Spargel, Gemüse: harntreibend
Spinat, Gemüse: Oxalsäure, wenig
Stangensellerie, Gemüse: harntreibend
Süßkartoffel, Gemüse

T

U

V

W
Walnuss: Zink, wenig
Weizen, Getreide: gekeimt, gegart
Weizengras

Z
Zitrone, Obst: Zitrusfrucht, Fruchtsäure, sehr wenig
Zucchini, Gemüse



Diese Liste wird stetig erweitert und ist nicht absolut!

Zur Berechnung der Mengen und der genauen Aufteilung, bitte hier entlang.


Da unsere Liebsten leider weder Mahlzähne wie wir Menschen, noch zellulosespaltende Helferleinbakterien im Verdauungstrakt wie z.B. Kühe haben, müssen wir ihnen das Pflanzliche etwas vorbereiten, indem wir durch Pürieren die Zellwände und somit die Zellulose mechanisch aufbrechen. Alles andere wäre lediglich Ballaststoff und wenn wir ehrlich sind, dann wäre das sehr teurer Ballaststoff... Wieso füttert man überhaupt Pflanzliches?

Natürlich, wie immer, ist jedes Tier sehr individuell, hat Vorlieben und Abneigungen, Unverträglichkeiten, Allergien und/oder gar Krankheiten, deshalb informieren Sie sich vor dem Verfüttern bitte über das Lebensmittel und wägen sie selber ab, fragen Sie im Zweifelsfall einen Ernährungsberater oder spezialisierten Tierheilpraktiker.


Stand: Mai 2015
Nach bestem Wissen und Gewissen - ohne Gewähr

Donnerstag, 2. April 2015

BARF: Moro'sche Karottensuppe, SEB, Bokashi

Heute im Napf:
Moro'sche Karottensuppe mit etwas Fleisch und Bokashi


Gestern Morgen musste mein Kleiner sich mehrmals übergeben, es ging ihm sichtlich schlecht. Es folgten Bauchschmerzen und Durchfall. Sein Bauch war weich, Knochen oder dergleichen konnte ich als Ursache ausschließen. Er wollte weder Wasser noch Nahrung zu sich nehmen, also päppelte ich ihn, nachdem gegen zehn Uhr morgens das letzte mal Spucken eine Stunde her war, mit SEB. Wieso? Weil der Kleine extrem anfing zu zittern und ich befürchtete, dass er sonst unterzuckere. Grundsätzlich sollte man Hunde in so einer Situation, wenn sie nicht selbstständig fressen wollen, gerne hungern lassen. Mir war es bei ihm zu riskant.

SEB: Slippery Elm Bark, Ulmenrinde bekommt man als Pulver und muss es in Wasser quellen lassen. Dabei nimmt sie eine schleimige Konsistenz an. Sie ist sehr nahrhaft dank der enthaltenen Polysaccharide (Zucker), enthält Gerbstoffe, Schleimstoffe, Vitamine A, B, C, K, sowie Calcium, Magnesium und Natrium und wirkt entzündungshemmend, adstringierend, lindernd und beruhigend. Angewendet wird es u.a. bei Schleimhautentzündungen des Magen-Darm-Traktes, Übelkeit, Erbrechen, Magenproblemen, Durchfall und Verstopfung.
(Netzwerk für Tierhomöopathie)

Abends gegen halb Sieben -Ich war schon kurz davor, den Kleinen doch zum Arzt zu bringen.- aß er dann endlich selbstständig: Moro'sche Karottensuppe mit püriertem gegartem Fleisch. Gegart ganz einfach, weil es intensiver riecht, nicht weil ich pauschal meine, dass Gegartes bei Krankheit besser ist. Hauptsache war, dass er endlich fraß.

Moro'sche Karottensuppe: 500g Karotten in 1 Liter Wasser eine Stunde kochen, wieder mit Wasser auf 1 Liter auffüllen, pürieren und einen TL Salz hinzufügen. Damit Hund es lieber frisst, kann Fleisch gegen Ende darin mitziehen und auch püriert werden. Das Ergebnis ist eine cremige Suppe, die durch die lange Kochzeit der Möhren, dank eines bestimmten so entstandenen Kohlenhydrats, leicht antibiotisch wirkt und magenschonend ist.

Bokashi: Dabei handelt es sich um fermentiertes organisches Material. Bei der Fermantation (anaerob) entwickeln sich Antioxidantien, Vitamine, Enzyme, organische Säuren und mineralische Chelatverbindungen. Vor allem die enthaltenen Mikroorganismen unterstützen den Aufbau und die Stabilisierung der gesunden Darmflora, was besonders wichtig ist nach/ bei Krankheit. Ich füttere auf <6kg Hund nun täglich einen TL (Lebend Kraft - Bokashi - für Hunde), bis der Kot wieder normal ist.

Sonntag, 29. März 2015

BARF: Innereien, Gemüse, Obst

Heute im Napf:
Pferdefleisch, Rinderfett, Rinderinnereien, Hanföl, Monatsmix2 (gemischter Blattsalat, Süßkartoffel, Pastinake, Gurke, Fenchel, Stangensellerie, rote Paprika, Birne, Möhren)



Innereien: Diese essentielle "Zutat" beim BARFen sollten bei einem gesunden adulten Hund etwa 15% des tierischen Anteils des Futters ausmachen. Ich füttere oft kleine Mengen, verträgt und frisst Hund es gut, kann man sie auch in zwei bis drei Mahlzeiten die Woche füttern, am besten in Kombination mit Knochen. Innereien erzeugen weichen Kot, das überschüssige Calcium aus den verdauten Knochen festigt ihn wieder etwas, sodass es optimalerweise weder zu zu hartem, noch zu weichem Kot kommt. Die 15% Innereinen teilen sich nach Swanie Simon in 5% Herz, 5% Leber und 5% Niere, Lunge, Milz auf. 

Das Herz ist zwar ein Muskel, wird aber als Innerei gerechnet. Möchte man es nicht als Innerei rechnen, so reduziert sich der Innereienanteil auf 10%. Trotzdem sollte Herz nicht übermäßig als Muskelfleisch verfüttert werden.

Für kleine Hunde und andere, die einen erhöhten Energiebedarf haben (vor allem 4% und mehr), rate ich, die Lebermenge auf 1g Leber pro kg Körpergewicht des Hundes am Tag herunter zu korrigieren. Bei normalen Futtermengen (2 bis 3%) ergeben beide Rechenarten ziemlich das gleiche. Auch ist der Hundekörper recht tolerant gegenüber Vitamin A. Bedacht sollte ebenso werden, dass z.B. Hühnerleber weniger Vitamin A hat im Vergleich zu Rinderleber hat. Deshalb darf von dieser auch mehr gefüttert werden. Ob man die Lebermenge auch für Welpen herunter korrigieren soll, ist umstritten.

Kann man keine Innereinen füttern, so muss man supplementieren, also die wichtigsten enthaltenen Stoffe durch andere Lebensmittel zuführen. Dazu zu einem späteren Zeitpunkt mehr.

Gemüse und Obst: Der Anteil an Pflanzlichem der Gesamtnahrung sollte zwischen 10 und 30% liegen, wobei die meisten wohl 20% Pflanzliches füttern. Gemüse sollte davon etwa 75%, Obst nur 25% ausmachen. Blattgemüse ist sonstigem vorzuziehen und sollte gut die Hälfte des verwendeten Gemüses ausmachen.

Samstag, 28. März 2015

BARF: Pferd, Blut, Ei

Heute im Napf:
Pferdefleisch, Rinderfett, Rinderblut, Rinderinnerei, Monatsmix2 (gemischter Blattsalat, Süßkartoffel, Pastinake, Gurke, Fenchel, Stangensellerie, rote Paprika, Birne, Möhren)Eigelb

Blut: Hunde haben einen vergleichsweise hohen Bedarf an Natrium. Dieses wird auf natürlichem Wege über das Blut der Beutetiere aufgenommen. Durch die Schlachtung und das damit verbundene Ausbluten steckt in dem Fleisch, was wir kaufen können, meist nur noch wenig davon. Optimal ist es demnach, Blut zu füttern, welches neben Natrium und lebenswichtigem Kupfer (welches ansonsten vor allem in roher Leber vorhanden ist) auch allerlei andere Nährstoffe enthält und damit ein regelrechter Powerdrink ist. Wer rechnen will, gibt etwa 50ml Blut auf 1kg Fleisch. Wer das nicht will, gibt einfach ab und zu einen Schubser dazu. Man kann es auch in Eiswürfeln frieren und gelegentlich dazu geben oder einfach zum Gemüse geben, wenn man dieses püriert, dann braucht es keine sonstige Flüssigkeit und das Pürieren geht sehr schnell und einfach und nebenbei wird es auch oft noch lieber gefressen. Bekommt man kein Blut oder möchte keines füttern, kann man sich mit zwei bis drei an die Hundemasse angepasste Prisen Salz die Woche über's Futter aushelfen. Geeignet dafür ist jedes naturbelassene Meersalz, Ur- und Steinsalz, wie z.B. Himalayasalz.

Eigelb: Das Eigelb ist eines der wenigen (das einzige?) Lebensmittel, das alle essenziellen Aminosäuren enthält. Auch enthält es außergewöhnlich viele Vitamine, sowohl fettlösliche (A, E, D, K), als auf wasserlösliche wie Folsäure (B9), Biotin (B7), Niacin (B3) und Pantothensäure (B5). Hinzu kommen Eisen, Zink, Calcium, Magnesium, Kalium, Phosphor, Natrium, Jod, Schwefel und vor allem Lecithin (wichtig für Nerven und Gehirn), eben alles, was ein neues Leben brauchen könnte. Vor allem im Fellwechsel ist es ein brauchbarer Zusatz und auch außerhalb dessen sollte es gut einmal die Woche verfüttert werden. Ich füttere kein komplettes Ei, weil mein Kleiner die Menge Eiweiß nicht verträgt (schleimiger Kot). Andererseits zerstört das im rohen Eiklar vorhandene Avidin auch zum Teil das im Eigelb enthaltene wertvolle Biotin. Verträgt Hund ein ganzes Ei, kann er es aber natürlich gerne komplett bekommen, auch mit Schale. Das übrige Eiklar verbacke ich in Leckerlies, gebe es manchmal gegart hinzu oder schmeiße es mir selber in einen Drink.




Freitag, 27. März 2015

BARF: Zunge, Nase, Ohr

Heute im Napf:

Schafszunge, Schafsohr, Nase und Maulfleisch. 
Geduld zahlt sich aus. Nach einem halben Jahr der Suche habe ich vor kurzem einen Schlachter in der Gegend gefunden, der mir ganze Köpfe und sonstige Reste der Schlachtung schenkt. Gebt also nicht auf, auch wenn ihr oft in fragende Gesichter gucken müsst. Von dem ersten Schafskopf blieb nach zwei Tagen übrigens nicht viel übrig (s.u.) und ich habe derzeit nur einen Zwerg von nicht einmal 6kg… Mein kleines Monster, wie ich ihn seitdem liebevoll nenne.



Mittwoch, 25. März 2015

BARF: Smoothie! Grünkohl, Kokos, Wildrippe

Heute im Napf:
Wildrippe, Smoothie „Sweet Kale“
„wink“-Emoticon
Kale, Grünkohl: Das grüne Gesundheitswunder enthält Vitamin A, Vitamin C, Vitamin K, Folsäure, Calcium, Kalium, Magnesium, Eisen, Omega-3-Fettsäuren, Ballaststoffe, antioxidativ wirkende sekundäre Pflanzenstoffe und einen hohen Gehalt an Chlorophyll und sollte deswegen zumindest auf keinem gesundheitsbewussten Speiseplan Frauchens und Herrchens fehlen! 
Wildrippe: RFK, d.h. rohe fleischige Knochen, sollten etwa zu 50% aus Fleisch und zu 50% aus reinem Knochen bestehen und 15% des tierischen Anteils für einen gesunden adulten Hund ausmachen. Ist augenscheinlich zu wenig Fleisch am Knochen, füttert man der Verdauung zuliebe Fleisch hinzu, denn Fleisch ist der Schlüsselreiz zur Magensäureproduktion und diese braucht es nun einmal zur Genüge, um den Knochen verdauen zu können. +++BARFINFO+++ Manche Hunde vertragen Knochen morgens oder vormittags besser. Sollte es Probleme nach der abendlichen Knochenfütterung geben, ist es also meist einen Versuch wert, das ganze einmal früher am Tag zu versuchen.



Powerfrühstück für Grünkohl-Einsteiger! „Sweet Kale“
zwei große Hände Grünkohl (oder TK etwa drei dieser kleinen Blöckchen)
eine Hand Mairübenblätter
1 Apfel
1 Orange
1-2 cm Ingwer
3 Datteln (entsteint!)
1 ordentlicher EL Kokosmus
400 ml Wasser

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+++BARFINFO+++ Kohl kann zu Blähungen führen, deswegen testet euch langsam heran! Roher fein pürierter Grünkohl ohne zusätzlich gegebene Kohlenhydrate bläht weniger, als man es von Kohleintöpfen und dergleichen eventuell kennt. Hier wird er von allen wunderbar vertragen.
Kokos: Die Kokosnuss ist vielfach verwendbar. Man kann die Nuss im Ganzen, „nackt“ oder mit Faserhülle, oder Einzelkomponenten wie Kokosmilch/ -creme, Kokoswasser, Kokosöl, Kokosmus, Kokoschips oder Kokosraspeln kaufen. Die bis zu 50% in dem Öl der Kokosnuss enthaltene Laurinsäure ist eine gesättigte Fettsäure. Sie wirkt gegen Bakterien, Hefen, Pilze und antiviral. Im Darm trägt sie zu einem wurmwidrigen Klima bei. Kokoschips und Kokosraspel reinigen den Darm zusätzlich mechanisch. Wichtig für Kokosöl zum direkten Einnehmen ist, dass es kaltgepresst wurde, weil es sehr empfindlich ist. Es ist cholesterinfrei und durch den hohen Prozentsatz von gesättigten Fettsäuren hoch erhitzbar und damit auch gut zum Kochen und Braten, leicht erwärmt zur Herstellung von schmackhaften Dressings und vielerlei anderem geeignet und pflegt äußerlich angewendet Haut und Haar. Auch Zecken, Flöhe und anderes Getier mögen es nicht, wodurch es aufgetragen auch gegen dieses helfen kann.





Montag, 23. März 2015

BARF: Pansen, Lachsöl, Heidelbeeren

Heute im Napf:
Grüner grob gewolfter Rinderpansen, Monatsmix1 (gemischter Blattsalat, Heidelbeeren, Brombeeren, Äpfel, Möhren), Lachsöl.
grüner Pansen: Der Pansen ist der größte der drei Vormägen der Kuh. Der ungewaschene grüne Pansen enthält noch Bestandteile des zum Teils bereits aufgeschlossenen Inhalts. Dieser liefert Rohfaser für die Verdauung, Vitamine und Enzyme. Das Calcium-Phosphor-Verhältnis ist sehr gut, was ihn so wertvoll für die Ernährung des Hundes macht. +++BARFINFO+++ Für einen gesunden adulten Hund sollte der Pansenanteil 20% des tierischen Anteils ausmachen.
Lachsöl: Konventionell und auch auf Monokulturweiden aufgezogenes Vieh hat ein schlechtes und damit (übrigens auch für den Menschen) ungesundes Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren. Dieses gleicht man mit Ölen aus, die einen hohen Anteil Omega-3-Fettsäuren enthalten. Dazu geeignet sind vor allem Lachs- und Krillöl, die DHA und EPA enthalten, welches direkt verwertet werden kann, aber auch Perilla-, Lein- und Hanföl. Letztere drei müssen allerdings erst im Organismus umgewandelt werden, was Hund und Katze nicht so gut können, wie beispielsweise der Mensch.
Heidelbeeren: Ein Superfood! Heidelbeeren gehören zu den höchsten antioxidativen Früchten. Ihre Farbe rührt von der hohen Menge Anthocyanidine, die freie Radikale in den Zellen vernichten und chronischen Krankheiten und Entzündungen vorbeugen helfen. Zuzüglich der enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe macht das die kleine Frucht zum Gegner von Herzkrankheiten und Magengeschwüren und unterstützt vor allem die Haut.


BARF: Smoothie! Seelachs, Goji-Beeren

Heute im Napf:
Seelachs, zwei Kleckse von meinem Frühstück (grüner Smoothie) und als Leckerei ein paar Goji-Beeren.
Seelachs: Einmal die Woche sollte beim BARFen statt Landtier Seefisch im Napf landen. Am besten dazu geeignet sind Schellfisch und Seelachs, weil sie einen hohen Jodgehalt haben. Überschlägt man die gefütterte Fischmenge, den dementsprechenden Jodgehalt und ist dieser nicht ausreichend, oder frisst oder darf der Hund keinen Seefisch, sollte man wohldosiert (Bedarfswerte checken! http://www.barfers.de/NRC_Rechner.html) Jod in Form von Seealgenmehl (Ascophyllum nodosum) füttern. Der Jodgehalt sonstiger Lebensmittel reicht nicht aus, um dem Bedarf gerecht zu werden.


Grüner Smoothie: Mein Frühstück bestand heute aus Spinat, Apfel, Orange, Zitrone, Ingwer, Banane und Datteln. +++BARFINFO+++ Spinat sollte wegen der enthaltenen Oxalsäure, die Calcium bindet, nur mäßig gefüttert werden. Zitrusfrüchte sollte es wegen ihrer hohen Fruchtsäure nur in Maßen geben. 

Goji-Beeren: Ein Superfood, das natürlich auch für Frauchen gesund ist! Es enthält Vitamine (besonders viel Beta-Carotin, Vitamin C, E und B), Mineralien (Eisen, Kalium, Kupfer, Mangan, Chrom, Selen, Titanium, Silber, Zinn, Zirkonium u.v.m.), Sekundäre Pflanzenstoffe (Germanium, Lutein und Zeaxanthin, L-Arginin, L-Glutamin, Oleinsäure, Taurin, Vanillin-Säure, Linolensäure, alle essentiellen Aminosäuren u.v.m.) und Enzyme.